
Hannes Kunisch (Umweltakademie),
Ewald Pöschko, Simone Pysarczuk
und Guido Reiter
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400 Fledermäuse wohnen am Brauereidachboden
Elf fledermausfreundliche Gebäude in Oberösterreich wurden kürzlich ausgezeichnet. Die Brauerei in Freistadt ist eines davon. 400 sogenannte Mausohren fühlen sich dort wohl.
Die „Fledermaus willkommen“-Plaketten der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ) wurden im Rahmen der nun gestarteten Kampagne überreicht. „Damit wollen wir auf die Bedrohung von Fledermäusen hinweisen, die an und in Gebäuden Quartier beziehen“, sagt Guido Reiter, Leiter der KFFÖ. „Haus- und Wohnungsbesitzer werden von uns mit einer Urkunde und einer Plakette ausgezeichnet, wenn sich bei ihnen Fledermäuse wohlfühlen können“, so Simone Pysarczuk, KFFÖ-Länderkoordinatorin. In Oberösterreich gingen die Plaketten unter anderem an die Brauerei Freistädter Bier und die Pfarren Gallneukirchen und Waldhausen. Ziel der KFFÖ-Kampagne „Fledermaus willkommen“ ist es, im ganzen Land für den Schutz der Fledermäuse zu werben. Durch die Auszeichnung sollen bestehende Fledermausquartiere langfristig geschützt und neue Quartiere geschaffen werden. Am Dachboden der Brauerei Freistädter Bier werden seit Jahrzehnten rund 400 Mausohren beherbergt. Die kleinen Säugetiere kommen jedes Jahr im Frühjahr wieder, um dort ihre Jungtiere zu gebären und großzuziehen. Im Herbst ziehen die Tiere wieder aus und suchen sich ein geeignetes Winterquartier. „Wir im Brauhaus sind stolz, dass wir die größte bekannte Fledermauskolonie Oberösterreichs beherbergen können“, sagt Prokurist Ewald Pöschko. „Noch dazu die größte Art, das große Mausohr, findet am riesigen Dachboden unseres Brauhauses ideale Bedingungen.“
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